Was passiert bei Auffahrunfällen / einem Heckcrash?

ja, aber ... wer kennt das nicht?
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Re: Was passiert bei Auffahrunfällen

Beitragvon Laura am Di 13. Dez 2011, 13:43

Heckunfälle fordern so gut wie nie Schwerverletzte oder Tote - weil sie meistens bei sehr viel geringerer Geschwindigkeit passieren. Von den 2% sind also noch viel weniger wirklich gravierende Unfälle.

Auf der Autobahn bei Massenkarambolagen hat man, glaube ich, immer verloren. Aber die sind ja glücklicherweise auch selten.

Man kann nie alle Fälle abdecken - sag mir, welchen Unfall du haben wirst und welches Auto du fährst und ich nenne dir den perfekten Sitz. Das geht leider nicht. Also muss man nach Wahrscheinlichkeiten gehen und da ist der Reboarder dann der, der am meisten Situationen sicher abdeckt.
Wieso sonst fahren Neugeborene rückwärts? Sie könnten ja auch vorwärts liegen... Aber anscheinend ist doch irgendwo klar, dass rückwärts sicherer ist :-)
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Re: Was passiert bei Auffahrunfällen

Beitragvon DoreleBritax am Mi 14. Dez 2011, 22:22

stopp meine lieben die zwei% sind schon die schwerwiegenden oder tödlichen unfälle. sonstige sind es ca. 25%
Grüße Dorele

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Re: Was passiert bei Auffahrunfällen

Beitragvon MsReboard am Mi 14. Dez 2011, 22:37

Ja, Dorele hat Recht. Es geht bei diesen zwei Prozent nur um die schwersten Unfälle.
Eine Heckkollision kann nur dann verglichen werden, wenn das Auto schon aufgefahren ist, also in einem Massenunfall.
Bei den normalen Heckunfällen wird die Energie auf das rollende Auto weitergegeben.
Ich mische mich gern ein! Bin aber auch offen für konstruktive Kritik :-D
Wem das nicht passt, muss ja meine Meinung nicht lesen.
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Re: Was passiert bei Auffahrunfällen

Beitragvon Verseau am Do 15. Dez 2011, 02:17

ah, ok!
das war mir gerade entfallen ;-)

aber es ist wirklich so, das "normale" heckunfälle meist ohne große Porbleme für die insassen ausgeht.
auch weil das vorder fahrzeug nicht völlig fest steht (selbst wenn man z.B. an der ampel bremst ;-) )
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Re: und bei einem Heckcrash?

Beitragvon hexelakritze am Mo 16. Jan 2012, 21:45

da kann ich mal nen real- beitrag zu geben.
ich hatte 2006 einen schweren autounfall, bei dem ich als letzte in eine schlange aufgefahren bin. also für mich war es ein frontalcrash und für die anderen ein heckaufprall. als ich wach wurde waren bereits alle vor mir aus den autos heraus und wurden versorgt und ich war noch bis dahin ohnmächtig im auto...daher möchte ich behaupten, dass dann der heckaufprall deutlich geringer gefährlich ist. ach ja, das gutachten ergab, dass ich mit ca. 100 km/h aufgefahren bin - ohne mein krafttraining hätte ich den unfall nicht überlebt sagte man mir später...
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Re: und bei einem Heckcrash?

Beitragvon Aqua am Di 17. Jan 2012, 12:28

Heckunfälle kommen auch insgesamt weniger vor, wenn mich mein logisches Denken nicht im Stich lässt?

Einfach mal ganz ohne Unfallstatistik:

Wenn 1 Auto in einen Unfall verwickelt ist, ist es, so denke ich zumindest, meistens eine Kollision mit einem festen Gegenstand (mit Außnahme der Mülltonne des Nachbarn oder des Nachbarn selbst). Ich hab noch nie von einem Baum, einer Hauswand oder einer Leitplanke gehört, die jemandem hinten rein gefahren ist (wir haben 1x Frontalaufprall).

Sind 2 Autos verwickelt, gibt es grob gesagt 4 Möglichkeiten:

1. Frontalkollision: beide Autos fahren frontal ineinander (wir haben also 2x Frontalaufprall)
2. Auffahrunfall: der Eine fährt dem Anderen hinten rein (wir haben also 1x Heckkaufprall und 1x Frontalkaufprall)
3. Seitenkollision: der Eine fährt dem Anderen in die Seite (wir haben 1 x Frontalaufprall und 1x mal Seitenaufprall)
4. Abdrängen: Beide Autos fahren seitlich ineinander (z.B. Spurwechsel) (wir haben 2x Seitenaufprall).

Natürlich können sich aus diesen Situationen wieder alle Kollisionsarten vom Baum bis zum entgegenkommenden Auto ergeben.

Bei Auffahrunfällen mit mehreren Fahrzeugen haben wir in der Regel pro Fahrzeug eine Front- und einen Heckkaufprall.

Ich lese:
4x Frontalaufprall
3x Seitenaufprall
1x Heckaufprall

Wenn man sich das klar macht und ich nicht irgend etwas total verdreht habe, braucht man keine Unfallstatistiken um zu sehen, dass ein Kinderschutzsystem was für Heckkollisionen optimiert ist nicht die Mehrzahl der Unfälle abdeckt sondern nur einen Bruchteil, mal ganz abgesehn von der Schwere der Unfälle und den Unfallfolgen (hierzu gibt es dann ja auch wieder erschreckende Statistiken)

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Re: und bei einem Heckcrash?

Beitragvon Sarah B. am Di 17. Jan 2012, 12:46

Ich muss sagen, ich ntspreche nicht der Statistik. Ich hatte bisher drei (zum Glück sehr leichte) Auffahrunfälle in der Stadt, ich saß immer alleine im Auto. Zweimal ist mir einer an der Ampel hinten reingerauscht, einmal hinten rechts in die Seite, hat mir die Vorfahrt genommen. ABER das waren alles leichte Unfälle.
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Re: Was passiert bei Auffahrunfällen / einem Heckcrash?

Beitragvon Securité am Mi 14. Mär 2012, 21:58

http://carseatnanny.blogspot.com.au/201 ... -rear.html

Ein aktueller Bericht eines schweren Heckaufpralls, bei dem KEINES der drei rückwärts fahrenden Kinder verletzt wurde.

Eine kleine Übersetzung, nicht ganz genau, aber die wichtigsten Aussagen:

"Eine Mutter, Rachel, erzählt vom schlimmen Auffahrunfall, den sie mit ihre ganze Familie erlebte. Die drei Kinder (13 Monate, 2,5 Jahre und 3,5 Jahre zur Zeit des Unfalls) sassen alle rückwärtsgerichtet im Toyota Sienna (ein Kleintransporter), die älteren Beiden in der hinteren Reihe und das Baby in der mittleren Reihe. Sie fuhren auf der Autobahn und, da das Verkehr sich vor ihnen staute (Unfall), fuhren sie langsamer. Der LKW-Fahrer hinter ihnen hat nicht früh genug gebremst und musste ausweichen auf der Seitenstreifen. Leider hat sich der Anhänger nicht mit lenken lassen und ist gegen den Familienwagen geprallt mit etwa 80 kmh.

Sie zeigen schlimme Fotos vom Kleintransporter. Die linke Seite ist in der höhe der letzten Reihe eingedrückt. Im letzten Foto des Autos sieht man die Kopfstütze, die zur Mitte hin gedrückt wurde. Auf diesem Platz sass das mittlere Kind (2,5 Jahre) und wurde nur leicht am Kopf verletzt (Foto- musste mit 12 Sitchen genäht werden), als einzige Insasse, der überhaupt Verletzungen erlitt. Wäre das Kind vorwärts gefahren, wäre sein Kopf genau an der Stelle gewesen, wo das Auto eingedrückt wurde. Im Reboarder sind die Kinder näher in der Mitte des Fahrzeugs, dadurch haben sie zum Kofferraum eine größere Knautschzone als im vorwärts gerichteten Sitz. Die Sanitäter waren erstaunt, dass niemand im Unfall umgekommen war. Im Zitat erzählt die Mutter, dass eine Rettungsassistentin ihr nicht sofort glaubte, als sie auf ihr 2-jähriges Kind am Schoß zeigte und ihn als Insasse von der linken Seite identifiziert.

Die Mutter ist kein Car Seat Tech (das ist eine Zertifizierung für Leute die anderen beim Autositzeinbau helfen -- Autositzprofis), nur eine Mutter, die das Beste für ihre Kinder möchte. Sie wusste, dass reboard fahren sicherer ist und hat sich informiert, damit die Sitze auch korrekt installiert waren. Sie hat damit ihren Kindern das Leben gerettet. Alle Drei waren rückwärtsgerichtet und alle Drei sind vom Unfall auf eigenen Füßen weggelaufen..."
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wie ist es, wenn uns jemand auffährt???

Beitragvon suny222 am Mo 9. Apr 2012, 13:31

Hallo,
also mein Mann hat o. g. Bedenken. da wir bisher leider das Pech hatten, schön brav irgendwo zu stehen und bums kracht uns ein Auto hinten rein. Selbst jemanden aufgefahren sind wir ja eigentlich noch nie. Mein Mann beschäftig die Frage, ob es dann bei einem rückwärtsgerichteten Sitz nicht gerade andersrum ist und das Kind die haupts. Belastung im Kopf / HWS Bereich abbekommt.
Bitte antwortet mir, ist wirklich eine ernstgemeinte Frage (also kein Kritikgeplänkel von einem Neuling), da mein kleiner nicht mehr lange in seine Schale passt und wir uns entscheiden müssen. Einen Priori XP hätten wir hier, aber er ist mir mit gut 10 Monaten halt echt noch zu jung dafür.
LG
suny
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Re: Was passiert bei Auffahrunfällen / einem Heckcrash?

Beitragvon Sarah B. am Mo 9. Apr 2012, 15:16

Hallo suny,

Ich habe Deinen Beitrag mal hierher verschoben, da steht ja schon einiges zu dem Thema! :-)
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